Profesora-Marina-de-Souza Grundschule



Damit Kinder und Lehrkräfte nicht mehr Überfällen von umherstreifenden Banden ausgesetzt sind, haben wir um die Schule Marina de Souza eine lange herbeigesehnte Mauer bauen lassen.

Nun ist die Schule geschützt und es war sogar noch Geld übrig um einen Spielplatz mit Kinderkarussell und Schaukeln  bauen zu lassen.

Hierfür besonderen Dank der HelpAlliance, einer zur Lufthansa gehörigen gemeinnützigen Spendenorganisation. Beachten Sie bitte den dort erschienen lesenswerten Bericht über unser Projekt.

Zwischenzeitlich haben wir von der HelpAlliance eine Zusage für die Bereitsstellung weiterer Gelder erhalten. So kann endlich die Reparatur des beschädigten Dachs des Schulgebäudes in Angriff genommen werden. Kostenvoranschläge sind eingeholt und die Arbeiten können beginnen. Sollte noch etwas Geld übrig sein, kann vielleicht noch der Sportplatz an der Schule saniert werden. Wir werden weiter berichten.  

Brief aus Brasilien

Hier die deutsche Übersetzung:

Lisete,unsere Grundschule befindet sich am Berg Morro da Cruz und wird von 460 Schülern besucht, die auf 14 Klassen verteilt sind.Die Schüler stammen aus der näheren Umgebung der Schule, und wohnen auf besetzten Grundstücken, von denen einige bereits offiziell anerkannt wurden.Viele Familien wurden umgesiedelt, da es sich um Risikogebiete handelt. (Die Häuser wurden ohne Baugenehmigung und Bodenproben auf unbebautem Gebiet errichtet).Viele diese Familien sichern ihren Lebensunterhalt durch Müllrecycling und dem Straßenverkauf (Verkauf von Bonbons, Blumen, etc. an Ampeln und kleinen Ständen auf dem Bürgersteig).Diejenigen, die eine feste Arbeitsstelle haben, lassen ihre Kinder mit den Geschwistern oder ganz alleine zuhause. Die meisten von ihnen leben jedoch von Gelegenheitsarbeiten. Der Berg hinter der Schule, wo die meisten unserer Schüler leben, verfügt nicht einmal über ein Abwassersystem.Unsere Schule feiert ihr 40 jähriges Bestehen in dieser Gemeinde und ist ein Bezugspunkt für diese Familien.Die Sicherheit war immer schon eine Schwachstelle der Schule und Überfälle in deren Umfeld gehören zum Alltag, 2006 wurde sie sogar zweimal überfallen.Das Eindringen Unbefugter in den Schulhof während des Unterrichts war alltäglich.Heute, mit der Betonmauer und dem elektrischen Tor können wir sagen, dass der Alltag der Schüler ein anderer ist. Die ganze Gemeinschaft und auch die Lehrer, die hier unterrichten, fühlen sich sicherer.Das pädagogische Angebot der Schule unterliegt einem ständigen Prozess der Verbesserung, der durch regelmäßig stattfindende Diskussionsrunden vorangetrieben wird.Die entwickelte Lehrmethode, die auf Fragestellungen, Argumentation und Kommu-nikation beruht, basiert auf der Theorie von Pedro Demo, wobei das Lernen mittels Forschung im Vordergrund steht. Wir versuchen dem Wissensstand der Schüler gerecht zu werden und gleichzeitig den Kindern aus unterschiedlichen sozialen Schichten, den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Als staatliche Schule sind wir auf Hilfsprojekte, die durch Partnerschaften gefördert werden angewiesen, um die sozialen Einbindung unserer Kinder zu stärken.Zum 40-jährigen Bestehen der Schule versuchen wir ihrer Geschichte, mit zahlreichen Aktivitäten, Rechnung zu tragen und die gesamte Gemeinschaft dabei mit einzubeziehen. Mit der Partnerschaft des Kulturamts der Stadtgemeinde Porto Alegre wurde uns der Besuch eines Workshops ermöglicht, der uns bei der Entwicklung einer Jubiläumszeitschrift geholfen hat.

Die Zeitschrift sollte an die Familien (jeweils ein Exemplar pro Familie) und die Partner verteilt werden, die an dieser Gemeinschaftsarbeit mitgearbeitet haben. Leider haben wir dafür noch keinen Sponsor gefunden. Alle Verbesserungsvorschläge, die an den Verein geschickt wurden sind sehr wichtig; das Schuldach ist seit langer Zeit ein Problem und ein entsprechender Antrag wurde beim Staat eingereicht, jedoch ist bis heute nichts repariert worden.Nochmals möchte ich auf die Wichtigkeit der Spenden, die wir vom Verein Stern des Südens e.V. erhalten haben hinweisen. Unsere Schule soll keine Kinderaufbewahrungs-stätte sein sondern ein Raum des Lernens und der Wertschätzung des Bürgers als Teil seiner Geschichte.